Grundbegriffe der Finanzierung
Zinsbindung
Die Zinsbindung ist der Zeitraum, in dem der vereinbarte Zinssatz eines Darlehens fest bleibt. In dieser Zeit ändert sich der Zins nicht, auch wenn die Marktzinsen steigen oder fallen.
Fachlich genau
Die Zinsbindung (auch Sollzinsbindung) ist der Zeitraum, für den der Sollzins eines Darlehens vertraglich festgeschrieben wird. Während dieser Frist bleibt bei einem Annuitätendarlehen die monatliche Rate stabil, unabhängig von Veränderungen am Kapitalmarkt.
In der Baufinanzierung sind unterschiedliche Laufzeiten üblich, von wenigen bis zu mehreren Jahrzehnten. Eine längere Zinsbindung bietet in der Regel mehr Planungssicherheit, ist aber häufig mit einem etwas höheren Zinssatz verbunden.
Läuft die Zinsbindung aus, bevor das Darlehen vollständig getilgt ist, wird für die verbleibende Restschuld eine Anschlussfinanzierung nötig. Nach § 489 BGB besteht zudem üblicherweise ein Kündigungsrecht zehn Jahre nach vollständiger Auszahlung des Darlehens.
Dieser Begriff gehört zum Thema Baufinanzierung.
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