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Beratung · Immobilien als Kapitalanlage

Eine Immobilie, die für Sie arbeitet

Vermieten statt selbst einziehen: was eine Anlageimmobilie tragen muss — und wie sie sich finanzieren lässt.

Gründerzeitfassaden mit Erker und Turm in einer Stadtstraße

Eine vermietete Immobilie ist etwas anderes als das eigene Zuhause. Sie wird nach Zahlen gekauft, nicht nach Gefühl — und sie wird anders finanziert. Auf dieser Seite finden Sie, worauf es dabei ankommt: welche Kennzahlen wirklich etwas aussagen, was in vielen Kalkulationen fehlt und welche Wege es gibt, wenn wenig oder kein Eigenkapital vorhanden ist.

Was eine Anlageimmobilie von der eigenen Wohnung unterscheidet

Beim Eigenheim darf das Gefühl mitentscheiden. Bei einer vermieteten Wohnung entscheidet die Rechnung.

Eine Anlageimmobilie kaufen Sie nicht, um darin zu wohnen, sondern damit sie Erträge bringt. Das verändert alles: die Auswahl des Objekts, die Bewertung durch die Bank und die Art, wie finanziert wird. Banken beziehen die zu erwartenden Mieteinnahmen in die Berechnung ein — schauen dafür aber genauer auf Lage, Zustand und Vermietbarkeit, weil davon abhängt, ob diese Einnahmen auch in zehn Jahren noch fließen.

Vermögensaufbau mit Immobilien — nüchtern betrachtet

Der Gedanke dahinter ist einfach: Der Mieter trägt einen Teil der Rate, Sie tragen den Rest, und am Ende der Laufzeit gehört Ihnen eine Immobilie, für die Sie nur einen Teil selbst aufgebracht haben.

Das funktioniert — aber nicht von allein, und nicht bei jedem Objekt. Drei Dinge entscheiden darüber:

Zeit. Vermögensaufbau über Immobilien ist ein langer Weg. Wer nach fünf Jahren wieder verkaufen muss, hat in der Regel vor allem Kaufnebenkosten bezahlt.

Tragfähigkeit. Die Finanzierung muss auch dann noch passen, wenn eine Wohnung ein halbes Jahr leer steht oder eine größere Reparatur ansteht. Nicht der beste Fall entscheidet, sondern der schlechte.

Das Objekt. Eine Wohnung in schwieriger Lage wird durch eine gute Finanzierung nicht zu einer guten Anlage. Umgekehrt trägt ein solides Objekt auch eine Finanzierung, die nicht perfekt ist.

Die Zahlen, auf die es ankommt

Drei Kennzahlen sagen mehr als jedes Verkaufsprospekt:

Die Mietrendite zeigt, welchen Anteil des eingesetzten Geldes die Miete im Jahr zurückbringt. Achten Sie darauf, ob von der Brutto- oder der Nettomietrendite die Rede ist — der Unterschied ist erheblich.

Der Kaufpreisfaktor sagt, wie vielen Jahresmieten der Kaufpreis entspricht. Er eignet sich zum schnellen Vergleich mehrerer Objekte innerhalb derselben Lage.

Der Cashflow beantwortet die Frage, die im Alltag zählt: Was bleibt am Monatsende übrig — oder was muss ich zuschießen?

Wie diese drei Zahlen zusammenhängen, können Sie im Mietrendite-Rechner selbst ausprobieren: Kaufpreis, Miete und Kosten einstellen — Rendite, Kaufpreisfaktor und der Blick aufs Monatsende rechnen sich sofort mit.

Was in vielen Kalkulationen fehlt

Wenn eine Rechnung zu gut aussieht, fehlt meist eine dieser drei Positionen:

Die Bewirtschaftungskosten, die Sie nicht auf den Mieter umlegen können — Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfallwagnis.

Die Instandhaltungsrücklage. Bei Eigentumswohnungen lohnt vor dem Kauf der Blick in Protokolle und Wirtschaftsplan: Eine dünne Rücklage bei anstehenden Maßnahmen kann später als Sonderumlage auf dem Tisch liegen.

Das Mietausfallrisiko. Die Kreditrate läuft weiter, auch wenn die Miete einmal ausbleibt.

Ich rechne diese Positionen von Anfang an mit. Nicht, um ein Vorhaben schlechtzureden — sondern damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen, bevor Sie unterschreiben.

Wenn wenig oder kein Eigenkapital da ist

Kapitalanlagen werden heute zurückhaltender finanziert als noch vor einigen Jahren. Das ist keine Wertung, sondern eine Beobachtung — und sie bedeutet vor allem eines: Ob Ihr Vorhaben finanzierbar ist, entscheidet sich am Einzelfall und nicht an einer Faustregel.

Es gibt Wege, bei denen nicht nur der Kaufpreis, sondern auch die Kaufnebenkosten mitfinanziert werden — Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch. In der Praxis wird das als 110-Prozent-Finanzierung bezeichnet.

Sie ist kein Weg für jeden. Sie verlangt ein tragfähiges, dauerhaftes Einkommen, eine einwandfreie Bonität und ein Objekt, das überzeugt. Ob sie für Sie in Frage kommt, sehe ich nicht an einer Tabelle, sondern erst, wenn ich Ihre Zahlen und das Objekt vor mir habe. Genau das ist meine Arbeit — und genau deshalb lohnt es sich, danach zu fragen, statt es von vornherein auszuschließen.

Wie ich mit Ihnen vorgehe

Zuerst schauen wir uns Ihr Vorhaben an: Welches Objekt, welche Miete, welche Lage, was bringen Sie mit. Daraus entsteht eine ehrliche Kalkulation mit allen Kosten — nicht die geschönte Variante aus dem Exposé.

Erst danach geht es um die Finanzierung. Ich vergleiche die Möglichkeiten, die für Ihr Vorhaben tatsächlich in Frage kommen, und sage Ihnen offen, wenn ich zum Abwarten rate. Auch das gehört dazu.

Was Sie bei mir nicht bekommen: Renditeversprechen, Verkaufsdruck und Objekte, die zur Provision passen statt zu Ihnen.

Eine Anlageimmobilie rechnet sich nicht auf dem Papier des Verkäufers, sondern in Ihrer eigenen Kalkulation — mit allen Kosten, die darin oft fehlen.
Sören Uhlig · Freie Finanzlösungen
Heller Altbauraum mit Stuck und hohen Fenstertüren
Was einen sanierten Altbau schön macht, kostet auch Instandhaltung — beides gehört in dieselbe Rechnung.

Häufige Fragen

Was Sie oft fragen.

Brauche ich Eigenkapital für eine Anlageimmobilie?

Nicht zwingend. Es gibt Finanzierungen, die den Kaufpreis und zusätzlich die Kaufnebenkosten abdecken. Die Anforderungen an Einkommen, Bonität und Objekt sind dabei aber deutlich höher als bei einer Finanzierung mit Eigenkapital. Ob das in Ihrem Fall möglich ist, lässt sich nur am konkreten Vorhaben beurteilen.

Wie hoch sollte die Mietrendite sein?

Eine allgemeingültige Zahl dafür gibt es nicht — sie hängt von Lage, Objektart, Zustand und Ihrer eigenen Zielsetzung ab. Wichtiger als eine Zielmarke ist, dass Sie die Nettomietrendite betrachten und nicht die Bruttorendite: Erst wenn Kaufnebenkosten und nicht umlagefähige Kosten eingerechnet sind, wird die Zahl belastbar.

Rechnet sich eine Wohnung, wenn ich monatlich etwas zuschieße?

Das kann durchaus sinnvoll sein. Ein negativer Cashflow bedeutet nicht automatisch ein schlechtes Geschäft — bei hoher Tilgung fließt ein Teil Ihres Einkommens planmäßig in die Entschuldung und damit in Ihr Vermögen. Entscheidend ist, ob die monatliche Belastung dauerhaft zu Ihrem Haushalt passt, auch bei Leerstand oder Reparatur.

Was ist mit den steuerlichen Vorteilen?

Vermietete Immobilien werden steuerlich anders behandelt als das selbst bewohnte Eigenheim; die Abschreibung des Gebäudewerts ist dabei ein zentraler Punkt. Was daraus in Ihrem Fall folgt, gehört allerdings zu Ihrem Steuerberater — ich bin Finanzierungsvermittler und darf und will Ihnen keine Steuerberatung geben. In der Kalkulation berücksichtige ich, was Ihr Steuerberater vorgibt.

Wie läuft die Prüfung ab?

Sie schildern mir Ihr Vorhaben, ich rechne es mit allen Kosten durch und sage Ihnen, was ich für machbar halte. Das Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich — auch dann, wenn am Ende steht, dass ich zum Abwarten rate.

Ohne Fachchinesisch

Begriffe, die hier oft fallen.

Anlageimmobilie

Eine Immobilie, die Sie nicht selbst bewohnen, sondern vermieten. Sie soll laufende Mieteinnahmen bringen und langfristig…

Bewirtschaftungskosten

Kosten für den Betrieb einer vermieteten Immobilie, die Sie nicht auf den Mieter umlegen können.

Cashflow

Der Cashflow ist das, was von der Miete übrig bleibt, wenn Kreditrate und laufende Kosten bezahlt…

Energieausweis

Der Energieausweis zeigt, wie energieeffizient ein Gebäude ist. Er muss bei Verkauf oder Vermietung in der…

Grundschuld

Die Grundschuld ist ein Eintrag im Grundbuch, mit dem eine Immobilie als Sicherheit für einen Kredit…

Restschuld

Die Restschuld ist der Betrag eines Darlehens, den man noch nicht zurückgezahlt hat. Sie wird mit…

Schufa

Die Schufa ist eine Auskunftei, die Daten zum Zahlungsverhalten von Verbrauchern sammelt. Banken holen dort Auskünfte…

Tilgung

Tilgung ist der Teil der Kreditrate, mit dem die geliehene Summe zurückgezahlt wird. Mit jeder Tilgung…

Ganzes Glossar

Sprechen wir über Ihr Vorhaben.

Das Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich — mit einer ehrlichen Einschätzung, auch wenn sie einmal gegen eine Finanzierung spricht.

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