Praxis & Existenzgründung
Liquiditätsplanung
Die Liquiditätsplanung zeigt Monat für Monat, wie viel Geld tatsächlich auf dem Konto ein- und ausgeht. Sie macht sichtbar, wann es eng wird — auch dann, wenn die Praxis rechnerisch Gewinn macht.
Fachlich genau
Die Liquiditätsplanung stellt die tatsächlichen Zahlungsströme gegenüber, geordnet nach Monaten: eingehende Zahlungen aus Abrechnung und Privatliquidation auf der einen, Miete, Löhne, Material, Zins und Tilgung, Steuervorauszahlungen, Versicherungen und private Entnahmen auf der anderen Seite. Anders als die Rentabilitätsvorschau arbeitet sie mit Zahlungszeitpunkten, nicht mit wirtschaftlicher Zuordnung.
Gerade bei Heilberufen ist dieser Unterschied erheblich, weil zwischen Behandlung und Zahlungseingang Wochen bis Monate liegen können, während Personal und Miete sofort fällig sind. Die Planung macht sichtbar, wie groß der dadurch entstehende Bedarf ist — und damit, wie hoch der Betriebsmittel- oder Kontokorrentrahmen ausfallen muss.
Sie endet nicht mit der Eröffnung. Auch später bleibt sie das Frühwarnsystem für Steuernachzahlungen, Investitionen und saisonale Schwankungen.
Dieser Begriff gehört zum Thema Finanzierung für Heilberufe.
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