Vertrag & Grundbuch
Vorfälligkeitsentschädigung
Die Vorfälligkeitsentschädigung ist ein Ausgleich, den die Bank verlangen kann, wenn ein Kredit mit fester Zinsbindung vorzeitig zurückgezahlt wird. Damit gleicht die Bank ihren entgangenen Zinsgewinn aus.
Fachlich genau
Die Vorfälligkeitsentschädigung ist ein finanzieller Ausgleich, den ein Kreditinstitut in der Regel verlangen kann, wenn ein Darlehen mit fester Zinsbindung vor deren Ablauf zurückgezahlt wird, etwa beim Verkauf der Immobilie. Sie soll den Zinsschaden ausgleichen, der der Bank durch die entgangenen Zinszahlungen entsteht. Ihre Höhe richtet sich unter anderem nach Restlaufzeit, Restschuld und dem aktuellen Zinsniveau. An die Berechnung und die Information des Darlehensnehmers stellen Gesetz und Rechtsprechung bestimmte Anforderungen; nach zehn Jahren ab vollständiger Auszahlung besteht zudem in der Regel ein gesetzliches Kündigungsrecht ohne Vorfälligkeitsentschädigung.
Beispiel: Wird ein Darlehen vier Jahre vor Ende der Zinsbindung abgelöst, kann die Bank für diesen Zeitraum eine Entschädigung berechnen.
Dieser Begriff gehört zum Thema Baufinanzierung.
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